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Das European Aviation Network (EAN) ist in der Luft

Medieninformation

Bonn/London/Espoo, 28. November 2016

  • Bahnbrechende Breitbandlösung für Flugreisende integriert Satelliten- und LTE-basiertes Bodennetz
  • Aktuelle Meilensteine: Erfolgreicher EAN-Testflug in Großbritannien und erste Live-over-the-Air-Datenverbindung in Deutschland
  • Bau des S-Band-Satelliten und Rollout von rund 300 EAN-Antennenstandorten in Europa läuft nach Plan

Das European Aviation Network (EAN) hat abgehoben: die Deutsche Telekom und Inmarsat haben gemeinsam mit ihren Technologiepartnern Nokia und Thales ein erfolgreiches Testflugprogramm in Großbritannien durchgeführt.

Dies ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des EAN, dem weltweit ersten integrierten Satelliten- und LTE-basierten Bodennetz. Der Dienst wird ab Mitte 2017 Millionen Flugreisenden in ganz Europa einen verlässlichen Breitband-Internet-Zugang auf ihren eigenen Mobilfunkgeräten bieten, den sie zur Arbeit oder Unterhaltung nutzen können.

Bei dem jetzt durchgeführten Testflug wurde die Leistungsfähigkeit der von Thales zur Verfügung gestellten Bordausrüstung und des von der Deutschen Telekom und Nokia betriebenen Bodennetzes untersucht. Dabei wurde geprüft, ob sich das Flugzeug erfolgreich mit dem Bodensystem verbindet. Dies war an allen vier Testorten im Südwesten Großbritanniens der Fall. Bei zahlreichen erfolgreichen Übergängen zwischen Sektoren und Mobilfunkstationen blieben die Verbindungen stets stabil. Die Datenübertragung aus dem sowie in das Flugzeug wurde ebenfalls getestet. Die Ergebnisse haben die Erwartungen für diesen Erstphasen-Versuch übertroffen und wertvolle Daten für die Entwicklungsteams geliefert.

Im Vorfeld der Testflug-Serie haben die Deutsche Telekom und Nokia in dessen Stuttgarter Labor die erste EAN Live-over-the-air-Verbindung hergestellt. Dabei wurden alle Komponenten des LTE-Bodennetzes gründlich erprobt und validiert. Für die erste Live-Verbindung wurde eine Breitband-Videokonferenz durchgeführt, bei der beide Seiten über das EAN LTE-Mobilfunknetz verbunden waren.

"Mit den erfolgreichen Tests unterstreichen wir erneut unseren Anspruch, der führende europäische Telekommunikationsanbieter zu sein", sagt Claudia Nemat, Vorstand Europa und Technik bei der Deutschen Telekom. "Mit dem EAN können wir unseren Kunden nicht nur am Boden, sondern auch in der Luft ein überragendes Nutzererlebnis ermöglichen. Die neue Technologie basiert auf dem LTE-Standard, daher ist das EAN flexibel für zukünftige technische Entwicklungen."

Leo Mondale, President of Aviation bei Inmarsat, sagt: "Das EAN entwickelt sich sowohl auf dem Boden als auch in der Luft hervorragend und wird seinen Kunden die weltweit erste echte Breitband-Erfahrung an Bord bieten. Die Netzperformance und Qualität der Datenverbindung an Bord haben unsere Erwartungen übertroffen. Das ist wegweisend für die europäische Luftfahrtindustrie."

"Nokia ist sehr stolz, eine Säule des Projekts European Aviation Network zu sein", sagt Thorsten Robrecht, Vice President Advanced Mobile Network Solutions bei Nokia. "Wir freuen uns auf die weitere enge Zusammenarbeit mit unseren profilierten Partnern. Unser gemeinsames Ziel ist es, das Kundenerlebnis zu verbessern und neue Diensteangebote an Bord zu ermöglichen."

Stephen McCann, Vice President Avionics bei Thales, sagt: "Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiter, die am erfolgreichen ersten Testflug beteiligt waren. Zusammen mit unseren Partnern werden wir Highspeed-Breitbandverbindungen für Passagiere und Luftfahrtgesellschaften in ganz Europa ermöglichen."

Innovation am Boden und in der Luft
Für die EAN-Live-Verbindung mit dem LTE-Netz am Boden haben die Deutsche Telekom und Nokia dessen LTE-Basisstationen und Remote Radio Heads (RRH) auf die von Inmarsat verwendete Frequenz für das EAN angepasst. Zudem wurde eine spezielle Antenne gebaut, um den Himmel zu versorgen. Hintergrund: Das LTE-Netz für das EAN unterscheidet sich von "normalen" LTE-Netzen - es muss bei Geschwindigkeiten von bis zu 1.200 Stundenkilometern funktionieren, und das in Flughöhen, für die Zellen mit einer Reichweite von bis zu 150 Kilometern benötigt werden. Nokia wird den Betrieb des Bodennetzes von seinem Global Delivery Center in Rumänien aus steuern. Neben dem Live-Netzwerk haben Nokia und die Deutsche Telekom zudem in Stuttgart ein komplettes Ende-zu-Ende-Netzreferenzsystem mit allen Komponenten und der integrierten Bordausrüstung von Thales eingerichtet. Hier bereiten sich die Partner auf technische Herausforderungen vor, wie zum Beispiel den Ausgleich des Dopplereffekts aufgrund hoher Flugzeuggeschwindigkeiten.

Hinweise für Redakteure

Über das EAN
Das European Aviation Network (EAN) ist ein innovatives Netz, das S-Band-Satelliten und bodengestützte Komponenten - in diesem Fall ein leistungsstarkes Mobilfunknetz im LTE-Standard - in ganz Europa miteinander verbindet. Ziel ist eine Breitbandversorgung an Bord, die der in den heimischen vier Wänden entspricht. Das EAN ist einzigartig in Bezug auf die Kapazität und Qualität der Breitband-Internetdienste auf europäischen Flugrouten.

Seit der ersten Ankündigung des EAN im September 2015 haben die Projektpartner in beiden Bereichen große Fortschritte erzielt. Die Deutsche Telekom und Nokia liefern mit dem planmäßigen Aufbau der rund 300 Antennenstandorte und der Realisierung des Funknetzes die Bodenkomponente für das Projekt. Parallel dazu implementieren die Partner Inmarsat und Thales die Satellitenkommunikation für das EAN, nachdem sie Anfang des Jahres den Bau und damit verbundene Subsystem-Tests des Satelliten abgeschlossen haben. Nach dem jetzt laufenden Testflugprogramm wird das EAN ab Mitte 2017 verfügbar sein.

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