Mein Arbeitstag: Becky Gloyne

Einige Leute geben vielleicht nur ungern zu, dass sie morgens noch vor dem Aufstehen im Bett ihre E-Mails checken. Nicht so Becky Gloyne, die als Teil des globalen HR-Teams von Nokia für die Personalanwerbung des Unternehmens über soziale Medien zuständig ist. „Ich hasse die Vorstellung, abgeschaltet zu sein“, sagt sie. „Ich könnte doch was verpassen.“ Sie ist in der Tat ständig verbunden – E-Mails werden umgehend beantwortet, zu quasi jeder Tages- und Nachtzeit.

Etwas zu verpassen wäre tatsächlich ein Problem – Ihr Tätigkeitsfeld erfordert eine ständige Mischung aus Interaktionen sowohl über das Internet als auch von Angesicht zu Angesicht, um dafür zu sorgen, dass das Unternehmen die benötigten Nachwuchskräfte erhält und keine Chancen verpasst. Dabei geht sie ganz in ihrer Aufgabe auf – das Knüpfen sozialer Kontakte sowohl online als auch offline liegt ihr im Blut, aber sie muss sehr diszipliniert vorgehen, um ihre Zeit optimal zu nutzen.

gloyne Um ihre Aufgabe wird sie von vielen beneidet – sie hat erhebliche Freiheiten bei Gestaltung und Nutzung ihres Tagesablaufs. Sie arbeitet in der Nokia Niederlassung London Paddington und ist in manchen Wochen fast täglich im Büro anzutreffen. In anderen Wochen wiederum ist sie ständig unterwegs.

Auch wenn sie nach eigenen Aussagen eher selten mit Stift und Papier arbeitet, fertigt sie doch jeden Sonntagabend die strategische Planung für die kommende Woche an. „Ich will Montagmorgen um 9 genau wissen, was ich zu tun habe, und nicht erst darüber nachdenken müssen, wo ich am Freitag aufgehört habe.“ Erst nachdem sie diese Planung per Hand in ihr Notizbuch geschrieben hat, trägt sie die wichtigsten Termine in ihrem Mobiltelefon ein.

Notizbuch und Mobiltelefon sind zwei der drei Dinge, die ihr Arbeitsleben bestimmen; das Dritte ist ihr Laptop. „Mit diesen drei Hilfsmitteln kann ich alles erledigen“, sagt sie. Vereinfacht ausgedrückt werden die aufgeschriebenen Termine, Ideen und Aufgaben auf ihr Mobiltelefon, und dort vor allem auf den Kalender, übertragen. Andere Ideen, langfristigere Pläne und Denkstützen schreibt sie in ihrem Notizbuch auf.

„Ich trage diese Informationen nicht in meinem Kopf mit mir herum“, sagt sie. „Alles wird entweder im Notizbuch oder auf dem Mobiltelefon festgehalten.“ Der Umfang, in dem sie ihr Mobiltelefon nutzt, macht sie – Kollegen zufolge – „supereffizient“ (eine Beschreibung, die Becky mit Begeisterung aufnimmt). Natürlich sind dort die üblichen großen Meetings vermerkt, doch schickt sie sich auch automatische Benachrichtigungen, um zu einem Friseurtermin fünf Minuten früher aufzubrechen oder einen wichtigen Anruf zu tätigen.

„Mein Mann hat mir das vorgeschlagen“, sagt sie. „Er ist in einem ähnlichen Feld tätig. Bei der Personalanwerbung herrscht ein scharfer Wettbewerb. Wer nicht gut durchorganisiert ist, ist nicht so effektiv.“

Fahrzeiten nutzt sie, um beide Systeme zu aktualisieren – und da kommt bei ihr einiges zusammen. Reisen ins Ausland nehmen ihren Schätzungen zufolge zwar weniger als ein Viertel ihres Arbeitslebens in Anspruch, doch ist sie häufig unterwegs zu Besprechungen, Messen (zum Knüpfen von Kontakten und über aktuelle Trends auf dem Laufenden zu bleiben) und auch nach Hause.

„Meine Arbeit beinhaltet oft vertrauliche Gespräche, und wenn in Paddington kein Besprechungszimmer frei ist, kann ich die Besprechung bei mir zu Hause abhalten.“

Ihr Notizbuch hat sie von ihrer Schwester geschenkt bekommen. „Es hat einen schönen festen Einband. Die, die man bei jeder Konferenz geschenkt bekommt, kann ich nie ernst nehmen.“

Dieselben Anforderungen an Design und Qualität stellt sie auch an ihr Mobiltelefon. Sie hat sogar zwei Mobiltelefone: ein privates Lumia 820 (in Gelb) und ein geschäftliches 920 in Rot. Welches mag sie lieber? Das 920 mit seinem größeren Bildschirm und dem kräftigen Rot. „Es verleiht meiner Persönlichkeit wirklich Ausdruck, ist modisch und erinnert mich jedes Mal an meine Lieblingsschuhe.“

Das größere Format ist für sie gar kein Problem. „Sie sollten nur mal sehen, wie groß meine Handtasche ist“, lacht sie.

Und sie verwendet es viel. Ihr schlimmster Albtraum ist ein Verlust der Internetverbindung. „Ein leerer Akku ist keine Entschuldigung“, sagt sie. „Ich habe eine kabellose Ladestation, ich kann mein Handy über meinen Laptop aufladen. Aber ohne WLAN... schrecklich.“

Becky hält ihren Optimismus für ihre größte Stärke. Das ist nicht überraschend – ihre positive Einstellung sprudelt mir durch das Telefon entgegen. „Mein Chef sagt, dass ihn ein Gespräch mit mir häufig motiviert, eine Problemlösung zu finden“, sagt sie. Ihre Schwäche hingegen ist ein Mangel an Rücksichtslosigkeit. „Manchmal muss man knallhart sein, um Erfolg zu haben, und hinterhältige Dinge tun. Ich würde mich eher eine Woche lang verstecken, doch ich mache mir Sorgen, dass mich das am Vorwärtskommen hindert.“

Die Beweise dafür sind jedoch eher dürftig...

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